FRED HOLZSCHUSTER

Fred kommt aus dem lieblichen kleinen Dörfchen Unterkohlstätten im Bezirk Oberwart und hat am 12. Juni Geburtstag (Zwilling). Nachdem er in jungen Jahren Trompete an der Musikschule gelernt hatte, brachte ein Ostbahn-Kurti-Konzert die Wende. Tief beeindruckt begann er, bei diversen Bands als "Mitternachtseinlage" aufzutreten, wo er - originalgetreu bewaffnet mit einem Doppler Veltliner - Lieder wie "Da Joker", "Neiche Schoin" usw. ins Mikro schmetterte und so erste Bühnenerfahrung sammelte. Bald schon hatte er seine erste richtige Band und die Liebe zur Musik und zum Gesang (3 Jahre Ausbildung u. a. bei Frau Heidemarie Duvell haben seinen anfangs exzessiven, selbstzerstörerischen Stil kultiviert - das "Würschtl" sagt an dieser Stelle innigsten Dank) lässt ihn in den darauf folgenden Jahren immer wieder irgendwo als Frontmann auftauchen und ganz von der Bildfläche wird er wohl sein Leben lang nicht verschwinden. Der Toskana-Fan ist die treibende Kraft ("Gehts, zaan ma aun, dass wos weidageht!") und der kreative Kopf bei AVALON und verblüfft die anderen immer wieder auf's Neue mit seinen (oft recht verrückten) Ideen. Er sorgt auch stets für Nachschub bei der Songauswahl. Dabei kann es passieren, dass er an einem Tag mit einer völlig abgedrehten, schrägen Nummer ("DAS ist Härte! Glaubts, daspün ma des?") antanzt, am nächsten aber wieder ganz was anderes vorschlägt ("Dean Martin is doch super?!"). Zwar schafft er es immer wieder, Treffer zu landen, aber bis heute ist es nicht gelungen, ihn auf irgendeine Stilrichtung - sieht man von seiner an Selbstverleugnung grenzenden Vergötterung von AC/DC ab - festzulegen (Eva: "Oiso wos der Mensch fia an G'schmock hot, is ma schleiahoft!" Fred: "Geh, bitte - des miassts nur urndlich wirkn lossn!"). Fred ist zwar grundsätzlich mit Ernst bei der Sache, aber seine Spaßausbrüche, die nie vorhersehbar sind, halten die ganze Truppe bei Laune. Bei AVALON spielt er außerdem noch Akustik- und E-Rhythmusgitarre ("Heat si vull au wia vom Angus, oda?"), ab und zu versucht er sich auch am Keyboard. Diese Einsätze halten sich jedoch in Grenzen, was er schade findet. Irgendwie, meint er, wird er das Gefühl nicht los, dass hier seine BandkollegInnen seine kreative Entfaltung bewusst boykottieren, was jedoch heftigst abgestritten wird. Zu seinen größten Enttäuschungen zählt er die Erkenntnis, dass auch Stars auf die Toilette müssen. Ja, und wenn ihr einmal auf ein AC/DC-Konzert gehen und da einen Typen in Schuluniform irgendwas Undefinierbares über "Playin' some f*** good kick-ass-Rock'n'Roll" labern hören solltet, dann seid achtsam! Es ist NICHT Angus Young, der ist nämlich viel kleiner!

 

 

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